Publikationen

Nachstehend finden Sie einen aktuellen Überblick über die Publikationstätigkeit der Österreichischen Goethe-Gesellschaft sowie Hinweise auf Publikationsreihen aus dem Arbeitsbereich des Präsidenten der Österreichischen GoetheGesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Herbert Zeman.

JAHRBUCH

Jahrbuch der Österreichischen Goethe-Gesellschaft, vormals Jahrbuch des Wiener Goethe-Vereins

In Verbindung mit der Gesellschaft für Österreichische Literaturforschung

herausgegeben von: HERBERT ZEMAN Redaktion: CHRISTOPH FACKELMANN erscheint bee LIT-Verlag

Das Jahrbuch der Österreichischen Goethe-Gesellschaft, vormals Jahrbuch des Wiener Goethe Vereins, ist das alteste kontinuierlich erscheinende literarischliteraturwissenschaftliche Publikationsorgan Österreichs. Es fuist auf der Tätigkeit der ersten Goethe-Gesellschaft im gesamten deutschen Sprachraum, der ältesten der Welt. Gegründet im Jahr 1887 als Chronik des Wiener Goethe-Vereins, wurde es seit 1964 unter dem Namen Jahrbuch des Wiener Goethe-Vereins fortgeführt. Sett der Jahrtausendwende formiert das traditionsreiche Periodikum unter dem neuen Namen. Neben der Goethe-Forschung und -Deutung im engeren Sinn, die in allen thematischen und methodischen Facetten Berücksichtigung erfährt, bilden vor allem zwei Gerentandsberekhe Hauptkomponenten des Jahrbuch-Arbeitsbereiches: Einerseits die Rezeption des Goetheschen Werkes und

Wirkens in der Österreichischen Literatur. Kunst und Geistesgeschichte. einschließlich der persönlichen Verbindungen der Goetheschen Lebenskreise zu den (alt- österreichischen Landschaften andererseits die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der neuzeitlichen Geschichte der österreichischen Literatur selbst. Hier hat sich das Jahrbuch zunachst naturgemals zu einem Forum der Forschung zur goethezeitlichen Ära, also zu Aufklärung, Spätaufklärung und Biedermeier in Österreich, entwickelt. Als ein wesentlicher Akzent findet dabei die Darstellung der Beziehungsstrukturen zwischen den Künsten, insbesondere zwischen Dichtung und Musik Lied- und Librettoforschung systematisch

Beachtung Dies gilt sodann auch für die weiteren Schwerpunkte. die Belassung mit den Literaturlandschaften des Barockzeitalters in Osterreich sowie die Befassung mit der Literatur der österreichischen Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts. Die Aufgabe, Forum des wissenschaftlichen Diskurses zu sein, verbindet sich für das Jahrbuch mit dem Bemühen, mit dem zeitgenösischen geistigen und künstlerischen Lehen Österreichs in ein Gesprich einzutreten (in den letzten Jahren u a. durch

Beiträge von Gottfried von Einem. Gertrud Fussenegger, Lotte Ingrisch, Michael Köhlmeler, Ernst Krenek, Kardinal Franz Konig, Ottfried Preussler, Evelyn Schlag und Julian Schutting).

In den neunziger Jahren dokumentierte das Jahrbuch des Wiener Goethe-Vereins (Verlag Fassbaender, Wien) u. a. schwerpunktmasig die Ergebnisse des Wiener Franz Grillparzer-Symposions im Jänner 1991 (unter Einbeziehung von Beiträgen zu den Grillparzer-Tagungen in Oslo und in Rom), des Wiener Charles SealsfeldColloquiums , Alte Welt/Neue Welt von März 1993 und des Symposions zum Leben und Schaffen der Barockdichterin Katharina Regina von Greiffenberg in Niederösterreich, September 1994. Es setzte weitere Themenschwerpuncte im Bereich der Ferdinand Raimund-Forschung (Kremser Raimund-Gespräche, 1990). im Bereich der Erforschung der Romantik in Österreich, insbesondere betreffend

des Spannungsverhältnisses zur österreichischen Aufklärung (1995), es führte konzentrierte bzw. kontinuierliche Auseinandersetzungen um Johann Nestroy, Nikolaus Lena, Dichter der Osterreichischen Moderne wie Robert Musil, Franz Werfel, Josef Weinheber und Ingeborg Bachmann etc., und es bot natürlich der aktuellen Goethe-Forschung selbst ausgiebig Raum, so in dem zuletzt erschienen Band (102/103) in besonders bretter Form durch die Dokumentation des Internationalen Symposions.Goethe und Österreicht in Wien, Dezember 1999, aus Anlaß des 250. Geburtstages von Johann Wolfgang von Goethe. Das Jahrbuch erscheint seit der Jahrtausendwende im LIT-Verlag.

2010/2011/2012 Auf dem Gebiet der Goethe-Forschung erwägt dieser Beitragsband die poetische Substanz und den Metapherncharakter von Goethes Sprache, er thematisiert esoterische Quellen fur die Weltanschauung des Dichters sowie dessen Perspektive auf die staatlichen Veränderungsprozesse um 1806. In die österreichische Literaturforschung führt u. a. eine Studie zu Ida Hahn-Hahns Begegnung mit

Grillparzer. Wissenschaftsgeschichtliche Reflexionen zur Editionsphilologie und zum Verhältnis der Germanistik zu den Naturwissenschaften, fermer eine Würdigung Fenaczeks idag201) erweitern das dokumentierte Arbeitsspektrum der Osterreichischen Coethe-Gesellschaft.

Bd. 114/115/116, 232 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-50444-9

2007/2008/2009 Der Band präsentiert schwerpunktmäßig neue Beiträge zur Internationalen Goethe-Forschung: Die Autoren alczentuieren ua. Gattungs- und Dislursfragen im Zusammenhang mit dem Italien-Erlebnis, kulturhistorische Horizonte des

West-östlichen Divan sowie mythologische Denkstrukturen in der Lyrik. Beleuchtet werden ferner Fragen der Rezeptionsgeschichte (Wertherlyrik; E.T. A. Hoffmann. Ein umfangreicher Rezensionsteil und Nachrufe auf E. Thurnher und W. Zrenner vervollständigen die Dokumentation dreier Arbeitsjahre auf dem wissenschaftlichen Forum der Österreichischen Goethe-Gesellschaft.

Bd. 111/112/113, ca. 280 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-50137-0

2004/2005/2006 Im Zentrum des Bandes, der dret Jahrgänge umfast und von Gertrud Fusseneggers Ansprachezur Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens mit Stem der Republik Österreich eröffnet wird, stehen zwel kritische Editionen zur österreichischen Theatergeschichte: K.H. Huber macht ein spatbarockes Schäferspiel des Seitenstettener Benediktiners D. Norbert Pambichler wieder zugänglich, und S. Stammer präsentiert ein vergessenes Stock aus der Tradition der Altwiener Volkskomödie, Auguste Schreibers ,,Finette Aschenbrodel“ (1827), eine Vorlage für Johann Nestroy. Umrahmt werden sie von neuen Beiträgen zu goethezeitlichen Themen einerseits – mit dem Schwergewicht auf philosophiegeschichtlichen Perspektiven (C.M. Stadler, C. Schweizer, M.Th. Mourey) – Zur osterreichischen Literaturgeschichte vom Barockzeitalter bis zum Biedermeier andererseits (W Zrenner, P. Janke, G. Magenheim). Den Jubiläen Schillers und Stifters tragen Aufsatze N. Dellers und St. Seebers Rechnung, während eine Reihe von Miszellen bis in das 20. Jahrhundert führt. Rezensionen und Mitteilungen beschließen den Band

Ed. 108/109/110, 2006, 464 S., ca. 34.90 EUR, br., ISBN 3-8258-96352

2002/2003 Der Doppelband gibt ein dichtes Bild der anhaltend lebendigen Auseinandersetzung, die im Arbeitsbereich der österreichischen GoetheGesellschaft mit werk und lebensgeschichtlichen Fragen der Goethe-Forschung, aber auch auf vielen anderen Gebieten der neueren Literaturwissenschaft stattfindet: Arbeiten zum Egmont (A. Erochin) und zu Faust II (S. Domandi) verbinden sich mit Beiträgen zum Motiv der Mystification bei Goethe (W. Butzlaff) und zu den Beziehungen des böhmischen Grafen Sternberg zum Weimarer Hof (C. Schweizer) Von der neulateinischen Literatur LIM 1600 (W. Zrenner, R. Hilmar Diethart) fiihren die übrigen Beiträge über den Rokokolyriker Johann Nikolaus Gotz (R. Wisser) bis zum Genre der Reisebeschreibungen des 18. und 19. Jahrhunderts (U. Hentschel) Miszellen zur Österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts (W. Zettl, Ch. Fackelmann)

und Nachrufe (auf Konrad H. Lester, Hermann Prey, Walther Reyer, Erich Trunz L1. Robert Mithther runden den Band ab, den eine bisher unveröffentlichte Rede Kardinal Franz Königs und ein literarischer Beitrag Michael Kohlmeiers eröffnen.

Bd. 106/107, 2004, 280 S., 24.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9245-4

2000/2001

Der Doppelband ist schwerpunktmäßig dem Symposion zwischen Ordnung und Chans“ gewidmet, das zum 300. Todestag des Dichterkomponisten Johann Beer (1655-1700) im Juli 2000 im Attergau stattfand. Die Symposionsdokumentation zu Leben und Schaffen Johann Beers umfast einerseits literatur- und musikgeschichtliche (H.-G. Roloff, F. van Ingen, J. Lachinger, H. Seifert), andererseits kulturgeschichtliche Beiträge (D.-R. Moser, H. Pachler, G. Heilingsetzer). – Der zweite Schwerpunkt dieses Bandes gilt dem Gedenken an den Kieler Germanisten Erich Trunz den großen Barockforscher und Schöpfer der Hamburger Goethe-Ausgabe. Kleine literaturkundliche Studien werden mit erstmals veröffentlichten autobiographischen Arbeiten des jüngst verstorbenen Ehrenmitglieds der Österreichischen GoetheGesellschaft vereint

Bd. 104/105, 2004, 288 S. 24.90 EUR..ISBN 3-8258-7585-7

SCHRIFTEN

Schriften der Österreichischen Goethe-Gesellschaft Herausgegeben von Herbert Zeman

In lockerer Folge sollen die Bande dieser Reihe parallel zu den Jahrgangen des Jahrbuchs der Österreichischen Coethe Gesellschaft erscheinen. Sie bringen Editionen und Monographien aus dem gesamten Spektrum der Kultur Goethes und seiner Zeit sowie deren Wirkungen. Die Bande können direkt beim Verlag bestellt werden: LIT-Verlag

Wenzel Johann Tomaschek Gedichte von Goethe für den Gesang mit Begleitung des Piano-Forte In Verbindung mit Hartmut Kronen und Herbert Zeman, herausgegeben von Indiko Raimondi Ildiko Raimondi hatte die idee den Außerst seltenen und über lange Jahrzehnte hindurch verschollenen Erst- und einzigen Originaldruck der 41 Goethe-Lieder

Wenzel Johann Tomascheks nach dem Exemplar des Archivs der Gesellschaft der Wiener Musikfreunde neu herauszugeben. Die Lieder dieses bedeutendsten tschechischen Komponisten um 1800 werden damit in einem reprographischen Nachdruck mit wissenschaftlichem Kommentar allgemein zugänglich gemacht. Tomaschek – mit Haydn und Beethoven wohl bekannt sowie Lehrer des bedeutenden Musikkritikers Eduard Hanstick-spielte die lieder Goethe, der sie mit großer Zustimmung aufnahm, 1822 in Eger selbst vor. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts blieben diese Lieder unbeachtet und erregten erst in letzter Zeit wieder Aufmerksamkeit. Sie verdienen es jedoch, häufig gesungen und gehört zu werden. Tomascheks Werk ist ein großartiges Zeichen für kulturelle Völkerverständigung. Die Begegnung zwischen dem deutschen Dichter und dem tschechischen Komponisten ereignete sich in der kulturellen Atmosphare des alten Österreich, in dem Böhmen ein Ort internationaler Beziehungen war

Bd. 1, 2003, 184 S., 25.00 EUR, br., ISBN 3-9258-7321-8

Claudia Schweizer Johann Wolfgang von Goethe und Kaspar Maria von Sternberg – Naturforscher und Gleichgesinnte

Die Monographie erläutert die Korrespondenz zwischen Goethe und dem böhmischen Naturforscher Caspar Maria Graf Sternberg, seinerzeit herausgegeben von August Sauer. Sie fängt die deutsche und böhmische Kultur- und

Wissenschaftsgeschichte von der Spitaufklärung bis in die Jahre des Vormirz auch In ihrer Verflechtung mit der politischen Geschichte ein und setzt sie sowohl zur Biographie der Briefautoren als auch zur Thematik ihrer Brieftexte In Beziehung

Bd. 2, 2004, 400 S., 34.90 EUR, br., ISBN 3-8258-7579-2

In Vorbereitung:

Goethe-Lieder der Goethe-Zeit in Österreich Herausgegeben von Ildikó Raimondi Cocthes Wirkung in den österreichischen Ländern nahm seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert in immer stärkerem Ausmas zu. Insbesondere seine Gedichte regten alle großen Komponisten, darilber hinaus aber auch viele weniger namhafte Tonsetzer um und nach 1800 xu hinreißenden oder doch wenigstens interessanten Vertonungen an. Ziel der Ausgabe ist eine möglichst vollständige Sammlung derjenigen Goethe-Lieder, die neben den berühmten Werken Mozarts, Beethovens und Schuberts entstanden. Der Anhang mit Kommentar und Kulturgeschichtlichen Darstellungen führt sowohl in die musik als auch in literaturwissenschaftliche Problematik ein

Bd. 3, 200 S., 19.90 EUR, be ISBN 978-3-8258-8636-0

Herbert Zeman: Kleine Schriften zur deutschen Literatur von der frühen Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert Zum 65. Geburtstag, in Verbindung mit Elisabeth Buxbaum und Wynild Kriegleder gesammelt und herausgegeben von Christoph Fackelmann, mit einem biographischen Geleitwort von Dietz-Rüdiger Moser

Bd. 4, 200 S., 19.90EUR, br., ISBN 978-3-8258-8746-4

Gocthe lebt in Österreich Eine Sammlung von Studien zur Rezeptions- und Wirkungsgeschichte anlaBlich der Errichtung des Goethe-Zentrums im Stift Kremsmünster.

Bd. 5, 250 S., 29.90EUR, gb., ISBN 978-3-8258-0844-0